Economy

Mercosur: „Ohne Kompass“: Grünen-Spitze stellt sich nach EU-Abstimmung gegen eigene Abgeordnete

Felix Banaszak, Katharina Dröge: „Nicht glücklich“ über das Ergebnis. Foto: picture alliance/dpa

Berlin. Zeitliche Koexistenzen führen manchmal zum Verhängnis. Als der kanadische Premierminister Mark Carney am Mittwoch in Davos US-Präsident Donald Trump öffentlich kritisierte, waren auf den Accounts fast aller Grünen-Spitzenpolitiker Lobeshymnen zu lesen. Mit Carneys Ansatz sei der Multilateralismus noch zu retten.

Doch fast zeitgleich zu Carneys Rede machte ein Abstimmungsergebnis aus dem Europaparlament die Runde: Die Abgeordneten entschieden, das gerade erst unterzeichnete Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten noch einmal durch den Europäischen Gerichtshof überprüfen zu lassen. Das kann bis zu zwei Jahre dauern.

Dabei gilt das Abkommen gerade für die deutsche Wirtschaft als wichtig für mehr Unabhängigkeit von den USA. Unter den grünen Multilateralismus-Aufrufen in den sozialen Netzwerken fand sich deshalb anstelle von Zuspruch Häme, so weit das Auge reicht.

Originally published at Handelsblatt

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